Im Jahr 1992 entstand die Idee eines Kulturfestivals aus der Veranstaltung „Begegnung Vietnam - Frankreich“ in Hue. Mit Unterstützung der französischen Regierung wurde diese Vision im Jahr 2000 Wirklichkeit, als das Hue-Festival zum ersten Mal veranstaltet wurde. Dies war ein wegweisendes Ereignis, das ein neues Kapitel für die kulturelle und touristische Entwicklung der alten Kaiserstadt aufschlug.

Ursprünglich fand das Hue-Festival im Zweijahresrhythmus statt. Dennoch trug jede Ausgabe eine ganz eigene Botschaft und hinterließ unvergessliche Eindrücke. Beispiele hierfür sind:
- Hue-Festival 2000: Unter dem Leitmotiv „Hue – Stadt der Lebenskunst“ galt diese Ausgabe als „Festival der Wiederbelebung“ nach der historischen Flutkatastrophe von 1999.
- Hue-Festival 2002: Das einzigartige Festival des traditionellen vietnamesischen Seidenkleides auf der Truong-Tien-Brücke setzte ein starkes Zeichen, woraufhin die Bezeichnung „Hue – Vietnams Festival-Stadt“ weite Bekanntheit erlangte.
- Hue-Festival 2006: Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Region mit der aufwendigen Rekonstruktion bedeutender kaiserlicher Hofzeremonien wie dem Nam-Giao-Opferritual und der Kaiserpalast-Nacht, was das erstklassige Niveau eines Festes von tief nationaler Identität und internationalem Format unterstrich.
Über zahlreiche Editionen mit unverwechselbarem Charakter hinweg hat sich das Hue-Festival von einem einfachen Kulturereignis zu einer echten Marke entwickelt. Es steht sinnbildlich für eine alte Kaiserstadt, die sich stets neu zu erfinden weiß und historisches Erbe in zeitgenössische Lebenskraft verwandelt.

