Bai Choi in Hoi An ist eine einzigartige Volkskunstform Zentralvietnams, die ein traditionelles Kartenziehspiel mit folkloristischen Gesangsdarbietungen verbindet. Das Spiel findet in kleinen, einfachen Bambushütten („Choi“) statt, in denen die Mitspieler Platz nehmen und dem Spielleiter bzw. der Spielleiterin („Hieu“) lauschen, welche die Namen der gezogenen Spielkarten in humorvollen Volksliedern vortragen. Bai Choi dient nicht nur der Unterhaltung, sondern vereint Poesie, Literatur und Malerei und spiegelt das einfache, lebensfrohe Wesen der Menschen in der Region Quang Nam wider.
Im Jahr 2017 wurde Bai Choi von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Es gliedert sich in zwei Hauptformen: das eigentliche Kartenspiel und den darstellenden Bai-Choi-Gesang. In Hoi An hat sich diese Tradition zu einem unverzichtbaren Kulturgut entwickelt, das Besucher durch seine ansteckende Fröhlichkeit, die herzliche Gemeinschaft und die in den Liedtexten vermittelten Lebensweisheiten begeistert.




