Das Steinschneiderdorf Non Nuoc blickt auf eine fast 400-jährige Geschichte zurück, die im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Als Begründer und Lehrmeister dieses traditionsreichen Handwerks gilt der Kunsthandwerker Huynh Ba Quat, der ursprünglich aus Thanh Hoa stammte und in die Region Non Nuoc einwanderte.

- Die Ursprünge: Herr Huynh Ba Quat erkannte als Erster das Potenzial des Marmors in den Marmorbergen (Ngu Hanh Son). Dank der reichen Vorkommen an langlebigem, farblich ansprechendem Gestein begann er mit der Herstellung erster Steinmetzarbeiten und gab sein Wissen an Nachkommen und Dorfbewohner weiter, woraus schließlich das Handwerkerdorf entstand.
- Blütezeit: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stieg unter der Nguyen-Dynastie der Bedarf an Steinmetzarbeiten für Grabanlagen und Paläste rasant an, was dem Handwerkerdorf einen enormen Aufschwung bescherte. Zahlreiche begabte Meister wurden vom kaiserlichen Hof geschätzt, in den neunten Rang des Hofadels erhoben und mit bedeutenden Bauprojekten im ganzen Land betraut.
- Nationales Kulturerbe: Trotz aller Höhen und Tiefen der Geschichte hat sich das Handwerkerdorf stetig weiterentwickelt und modernisiert. Im Jahr 2014 wurde die Steinhauerkunst von Non Nuoc vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus offiziell als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt, was ihren einzigartigen historischen, künstlerischen und kulturellen Wert unterstreicht.
Von den bescheidenen Anfängen unter dem Handwerker Huynh Ba Quat aus Thanh Hoa bis hin zur kaiserlichen Anerkennung unter der Nguyen-Dynastie hat das Steindorf Non Nuoc ein glanzvolles Kapitel in der Geschichte des vietnamesischen Kunsthandwerks geschrieben. Die Ernennung zum nationalen immateriellen Kulturerbe im Jahr 2014 würdigte offiziell diesen fast vierhundertjährigen Weg der Bewahrung und Schöpfungskraft und machte Non Nuoc zu einem lebendigen Zeugnis nationaler Geschichte und Handwerkskunst.


