Verborgen in den Kalksteinbergen von Ninh Binh ist die Bergschnecke eine an Land lebende, wild wachsende Schneckenart, die vor allem in Tam Diep, Yen Mo, Nho Quan und Hoa Lu vorkommt. Im Gegensatz zu Wasserschnecken haust sie in Felsritzen sowie feuchten Höhlen und kriecht nur bei günstigen Witterungsbedingungen ins Freie. Die Schnecke erreicht eine Größe von etwa 3–5 cm, besitzt ein dickes, hartes Gehäuse und weist Farbnuancen von Milchweiß über Dunkelbraun bis hin zu Grau auf.
Die Nahrung der Bergschnecke besteht vorwiegend aus zartem Gras, Moosen und wilden Bergkräutern. Daher ist ihr Fleisch knackig, angenehm bissfest, fein-süßlich und von einer unverkennbaren Kräuternote durchzogen. Genau dieses Geschmacksprofil macht die Bergschnecke zu einer Delikatesse, die viele Reisende bei ihrem Besuch in Ninh Binh unbedingt kosten möchten. Da die Schnecken verstreut in Karsthöhlen leben, schwer zu finden sind und ihr Auftreten stark vom Wetter abhängt, sind sie nicht das ganze Jahr über verfügbar. Für die Einheimischen gelten die kleinen Tiere, die nach den Regenfällen zum Vorschein kommen, daher als wahrer „Segen des Himmels“ aus den Bergwäldern von Ninh Binh.




