Ein Landstrich, der das ganze Jahr über von sengender Sonne und weiten weißen Sandflächen geprägt ist und immer wieder von schweren Unwettern und Überschwemmungen heimgesucht wird. Genau diese rauen Naturbedingungen zwangen die Bewohner von Quang Binh dazu, sich anzupassen und das Vorhandene bestmöglich zu nutzen, um ihr Überleben zu sichern. Die Süßkartoffel – pflegeleicht und extrem trockenheitsresistent – wurde zum wichtigsten Grundnahrungsmittel, insbesondere während der stürmischen Regenzeit.
Wenn früher die Fluten kamen und die Reisvorräte weggeschwemmt wurden, blieb den Menschen nur die Süßkartoffel als Vorrat gegen den Hunger. Da frische Knollen jedoch schnell verderben, entwickelte man die Methode, sie zu kochen, in Scheiben zu schneiden und in der prallen Sonne zu dörren, um sie haltbar zu machen. Unerwartet entstand durch diese einfache Konservierungsmethode eine zähelastische, aromatisch-süße Spezialität, die nahrhaft sättigt und sich problemlos über die gesamte Regenzeit aufbewahren lässt.

Aus einem traditionellen Notvorrat entwickelte sich mit der Zeit eine renommierte Delikatesse. Sie ist nicht nur fest in den Kindheitserinnerungen unzähliger Generationen in Quang Binh verwurzelt, sondern begeistert auch Reisende aus aller Welt mit ihrem unverwechselbaren Geschmack.


