Der Deo Ngang (Ngang-Pass) liegt im Hoanh-Son-Gebirge (einem Ausläufer des Truong-Son-Gebirges, der bis zum Ostmeer reicht), ist etwa 6–7 km lang und liegt fast 250 m über dem Meeresspiegel. Er war einst eine bedeutende natürliche Grenze und ging durch das berühmte Gedicht „Qua Deo Ngang“ der Dichterin Ba Huyen Thanh Quan in die Literatur ein. Auf der Passhöhe befindet sich Hoanh Son Quan (auch als Himmelstor bekannt), eine 1833 unter der Herrschaft von Minh Mang errichtete Festungspforte. Von hier aus genießen Sie einen herrlichen Panoramablick auf die Verschmelzung von Bergen und Meer, der im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung besonders zauberhaft ist. Die Passstraße verläuft zwar kurvenreich, ist jedoch gut ausgebaut und sowohl mit dem Motorrad als auch mit dem Auto bequem befahrbar. Es empfiehlt sich, 45–90 Minuten einzuplanen, um spazieren zu gehen, Fotos zu machen und die frische Luft zu genießen.

Der Deo-Ngang-Pass ist nicht nur eine landschaftliche Sehenswürdigkeit, sondern auch ein bedeutender historischer Zeuge. Er diente einst als natürliche Grenze zwischen Dai Viet und Champa und später als Demarkationslinie zwischen Dang Trong und Dang Ngoai. Während des Vietnamkriegs war der Deo Ngang ein strategisch wichtiger Punkt und Zeuge des heldenhaften Kampfes. Das Hoanh-Son-Tor wurde zur Kontrolle des Passverkehrs erbaut und ist ein historisches Bauwerk, das tiefe Spuren der Zeit trägt. Halten Sie an den Aussichtspunkten auf dem Pass an, um das weitläufige Bergpanorama und das endlose Meer zu bewundern. Vor allem der Sonnenauf- und Sonnenuntergang verleiht der Berglandschaft eine magische Atmosphäre.


