Trübes Wasser nach Regenfällen ist ein verbreitetes Naturphänomen in Karstgebieten wie dem Nationalpark Phong Nha – Ke Bang. Hier sind die Hauptursachen:
Karsttopografie und Schwemmmaterial durch Starkregen
Phong Nha – Ke Bang zeichnet sich durch eine ausgeprägte Karstlandschaft mit Kalksteinbergen, Höhlensystemen und verzweigten unterirdischen Flüssen aus. Bei anhaltendem Starkregen fließt das Wasser mit hoher Wucht aus höheren Lagen ab und schwemmt Schlamm, Sedimente sowie Feinstpartikel von Felsoberflächen, Waldböden und umliegenden landwirtschaftlichen Flächen mit. Diese Schwebstoffe gelangen in den Son-Fluss, die Mooc-Quelle sowie andere Wasserläufe und verwandeln das smaragdgrüne Wasser in ein trübes Braun.

Aktivität unterirdischer Flüsse
Das Netz unterirdischer Flüsse in Höhlen wie der Phong Nha-Höhle oder der Dunklen Höhle spielt eine zentrale Rolle für den regionalen Wasserhaushalt. Starke Regenfälle lassen die Wassermenge in diesen unterirdischen Läufen drastisch ansteigen und wirbeln am Höhlenboden abgelagerte Sedimente auf. Tritt dieses Wasser wieder an die Oberfläche, transportiert es die Schwebstoffe mit sich und verstärkt die Trübung.
Wetterumschwünge und Hochwasser
Quang Binh liegt im Einflussbereich tropischer Stürme und Starkregenfälle, insbesondere von September bis November. Heftige Unwetter können Hochwasser auslösen, das den Flusspegel rasch ansteigen lässt und gewaltige Mengen Schlamm mitführt. In solchen Situationen ist das Wasser nicht nur stark eingetrübt, sondern es kann auch zu Überschwemmungen kommen, die den Zugang zu einigen Ausflugszielen vorübergehend einschränken.

