Zeitraum: Jährlich am 2. September (anlässlich des Nationalfeiertags).
Veranstaltungsort: Fluss Kien Giang, Kreis Le Thuy.
Jedes Jahr, wenn der Herbst anbricht, ertönen am Fluss Kien Giang wieder lebhafte Trommelschläge und die jubelnden Rufe der Einwohner von Le Thuy, um das traditionelle Bootsrennfest am 2. September zu feiern – ein Ereignis, das nicht nur den Nationalfeiertag markiert, sondern seit Generationen der Stolz dieser Region ist. Weit mehr als ein reiner Sportwettkampf verkörpert das Bootsrennen tief verankerte Werte wie Kampfgeist, Solidarität und den Wunsch nach günstigem Wetter und reichen Ernten. Als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt, verbindet das Fest die Vergangenheit mit der Gegenwart und gibt kulturelle Werte von Generation zu Generation weiter.

Bevor das Rennen offiziell beginnt, führt das jeweilige Dorf-Oberhaupt traditionelle Segnungszeremonien durch und bringt den Gottheiten Opfergaben dar, um einen reibungslosen Festablauf und den Sieg des eigenen Dorfteams zu erbitten. Die kunstvoll geschnitzten und farbenprächtig bemalten Holzboote gleiten unter anfeuernden Trommelrhythmen und dem tosenden Applaus der Zuschauer an beiden Flussufern über das Wasser. An Land herrscht eine ebenso ausgelassene Stimmung mit den klangvollen Ho-Khoan-Gesängen von Le Thuy, anmutigen Tänzen und wehenden Festbannern, die zusammen ein heroisches und zugleich poetisches Festbild schaffen.
Um diese Tradition zu bewahren, pflegen die lokalen Behörden und die Bevölkerung nicht nur die Rennboote, sondern halten auch die überlieferten Rituale aufrecht, damit der authentische Charakter des Festes gewahrt bleibt. Und so wird der Fluss Kien Giang Jahr für Jahr Zeuge mitreißender Wettkämpfe – nicht nur auf dem Wasser, sondern auch in den Herzen der Menschen, in denen der Heimatstolz hell erstrahlt.




