Seit Urzeiten, als der Mensch noch eng mit der Natur verbunden war, bildete der Urglaube das spirituelle Band der Bewohner von Quang Binh mit Himmel und Erde. Vor dem Aufkommen der großen Weltreligionen richtete sich der Glaube der hiesigen Gemeinschaften, einschließlich der ethnischen Gruppen der Bru - Van Kieu und Chut, an die Gottheiten der Berge, Wälder, Flüsse und des Himmels. Regenschauer, friedliche Flussläufe oder weitläufige Urwälder waren für sie nicht bloß Geschenke der Natur, sondern lebendige Verkörperungen des Göttlichen, die über Generationen hinweg verehrt wurden.
- Ahnenkult: Er ist weit mehr als ein bloßes Ritual – er ist der aufrichtige Ausdruck tiefen Respekts und der Dankbarkeit gegenüber den verstorbenen Vorfahren und Eltern, die das Leben geschenkt und über Generationen hinweg Schutz geboten haben. Wie ein stetiger Strom von der Vergangenheit in die Gegenwart verbindet dieser Glaube die Generationen und bewahrt die familiäre Pietät sowie das Vertrauen in den Beistand der Ahnen.
- Fruchtbarkeitskult: In traditionellen Volksfesten sind Spuren des Fruchtbarkeitskults bis heute lebendig – etwa in den Riten zur Erntebitte während des Festes der Reisaussaat, bei dem für Gedeihen und Fruchtbarkeit gebetet wird.
In jener frühen Epoche war der Glaube in Quang Binh stark gemeinschaftlich, naturnah und unverfälscht geprägt, noch ohne die festen Strukturen späterer Religionen. Doch genau auf diesem Fundament formte und entfaltete sich das spirituelle Leben der Region im Laufe der Geschichte.




